Einrichtungen im Ausland


Sie können alle EInrichtungen finden in der Einrichtungsdatenbank der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie, Dornach (inklusive Camphill-Einrichtungen). 

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Wir selbst können immer wieder dankbar sein, in welch sicheren und behüteten Lebensverhältnissen wir hierzulande leben. Es ist erschütternd, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche anderswo aufwachsen müssen. Meist haben wir nur eine blasse Vorstellung davon, was es bedeutet, als behindertes Kind in Georgien oder Pakistan aufzuwachsen. Aber: wir können immer dazu beitragen, dass die Welt für diese Kinder besser wird – dass auch in Brasilien und anderswo Kinder mit etwas Freude aufwachsen können, sich in der Welt auch willkommen fühlen...

 

Georgien:
"Es reicht nicht einmal, um zur Schule zu fahren...“
(1.12.2008) Kinder mit schwereren Behinderungen leben in Georgien nach wie vor in schlimmer Isolation. Obwohl es inzwischen ein staatliches Integrations-Programm gibt, sind die staatlichen Schulen nicht dafür vorbereitet und nehmen nur Kinder mit leichter Behinderung auf. So ist die 1995 eröffnete heilpädagogische Michaelschule in Tiflis bis heute die einzige 12-jährige heilpädagogische Schule mit einer klaren Konzeption für Erziehung, Ausbildung und soziale Integration.

Michaelschule in Tiflis, Georgien

Marina Schostak und ihre Kolleginnen versuchen auch in anderen Regionen Georgiens Keime zu pflanzen. Die in Batumi und Gori geplanten Seminare wurden allerdings durch den Krieg zunichte gemacht; und wann sie diese Arbeit fortsetzen können, weiss noch niemand. Die Michaelschule begann das neue Schuljahr zwei Wochen vor allen anderen Schulen, weil viele Kinder sehr unter dem Krieg und der Nachkriegssituation leiden und nun besonders viel Fürsorge brauchen. Mehrere Kinder erlebten die Bombenangriffe aus unmittelbarer Nähe – nun verstecken sie sich unter den Schulbänken, wenn sie nur einen Lkw hören...
Seit zwei Jahren kämpft die Michaelschule mit einer äußerst schwierigen finanziellen Situation. Bis 2006 garantierte ein Vertrag mit dem Ministerium, dass der Staat die kommunalen Kosten und die Gehälter bezahlte. Dann gab es eine staatliche „Bildungsreform“, und seitdem bekommen alle Schulen im Land einen gleichen Pro-Kopf-Zuschuss – unabhängig davon, ob es sich um Kinder mit oder ohne Behinderungen handelt! Dieser Zuschuss liegt bei 11 Euro pro Monat oder rund 130 Euro pro Jahr...
Inzwischen werden alle kleinen Schulen geschlossen und großen Schulen mit 1000 und mehr Schülern angegliedert. Für solche großen Schulen reicht dieser staatliche Zuschuss... Die Michaelschule betreut „nur“ 90 behinderte Kinder und erhält knapp 1.000 Euro Zuschuss pro Monat – eine völlig unrealistische Summe, allein schon angesichts der inflationären Preissteigerungen für Gas, Strom und Wasser.

Unterricht in der Michaelschule in Tiflis

Marina Schostak berichtet:
„Die Spenden der Eltern sind gering. Einige können überhaupt nichts bezahlen, andere fünf oder 20 Euro, weil sie aus armen, sozial ungeschützten Familien kommen oder arbeitslos sind. Mit den Elternspenden können wir teilweise Lehrmaterialien und Hygieneartikel finanzieren – weder Gehälter, noch kommunale Kosten, noch den Transport der Kinder. Die Schule lebte bisher dank unregelmäßiger Hilfe vor allem aus Deutschland. Wir haben dieses Schuljahr wirklich mit der Hoffnung auf ein Wunder begonnen. Wie wir das nächste Jahr überleben, wissen wir noch nicht...“
Heute kann die Michaelschule den Pädagoginnen nur ein Gehalt von 26-28 Euro pro Monat zahlen – was nicht einmal reicht, um täglich zur Schule und wieder nach Hause zu fahren!

Auf der Website des georgischen Schulvereins gibt es auch Seiten auf Deutsch und Englisch: www.cfp.ge 

Spenden für die Michaelschule in Tiflis über Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.:
www.freunde-waldorf.de

 

Pakistan
Anthroposophische Einrichtung in Lahore, gegründet 2001.
Mehr Informationen auf der Website der Einrichtung (in Englisch), dort auch Download der Newsletter (in Deutsch):
www.roshni.org.pk


Roshni in Pakistan: Besinnliches Malen in unserer „Halle“

Foto: Sozialtherapeutische Gemeinschaft Roshni in Pakistan: Besinnliches Malen in unserer „Halle“; www.roshni.org.pk

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