Buch-Tipps


Zurück zu Buch-Tipps / aktuell

Wir übernehmen keine Gewähr für die einzelnen Angaben. Eventuell können aufgeführte Titel zwischenzeitlich vergriffen sein.


zum Thema: Verschiedene Sachbücher




IMEW-Expertise Nr. 11 „Exklusion und Inklusion durch Sprache – Zur Geschichte des Begriffs Behinderung“

von Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl

Der Historiker Hans-Walter Schmuhl zeigt in einer sorgfältigen und klugen Analyse, dass die Wortfamilie "Behinderung", "Behinderte/r" und "behindert" nicht zufällig in den 80er Jahren in die Konversationslexika geriet. Dies ist das Ergebnis eines komplexen und konfliktgeladenen Prozesses um Exklusion und Inklusion, an dem sehr unterschiedliche Akteure beteiligt waren - vom Staat über ärztliche Organisationen bis hin zu Selbsthilfeverbänden. Sein Buch richtet sich an Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, insbesondere aus den Bereichen Geschichte und Disability Studies, an politisch Verantwortliche sowie an diejenigen, die in Behinderteneinrichtungen und -organisationen tätig sind.
erschienen 2010, ISBN 978-3-9811917-2-1
Bestellungen – 12 EUR zzgl. 2 EUR Versand pro Expl. – an IMEW Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft gemeinnützigeGmbH.
Warschauer Str. 58A, D-10243 Berlin
fon: +49 (030) 293817-70, fax: +49 (030) 293817-80, E-mail: info@imew.de, Internet: http://www.imew.de/

  



IMEW-Expertise „Eine Welt ohne Behinderung – Vision oder Alptraum?“

Die Gleichstellung und das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sind ein Menschenrecht, wie spätestens seit der UN-Behindertenrechtskonvention deutlich ist. Eine eher negative Haltung gegenüber Menschen mit Behinderung spiegelt sich dagegen in der Praxis der Pränataldiagnostik wider. Weit verbreitet ist die Einstellung: Wer will schon ein behindertes Kind?
Die acht Autorinnen und Autoren beleuchten aus historischer und aktueller Perspektive die unterschiedlichen Tendenzen in Bezug auf die gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit Behinderung, u.a:
• „Die UN-Konvention und die Folgen für das Menschenbild“ von Markus Kurth, MdB
• „Menschen mit Behinderungen im Spannungsfeld von Exklusion und Inklusion“ von Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl
• „Paul Braune und der Kampf gegen die Ermordung von Menschen mit Behinderungen, 1940“ von LeRoy Walters
• „Gemeinsam mit Grenzen leben“ von Präses Manfred Kock
Die Expertise Nr. 9 ist eine Veröffentlichung des Institutes Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) gemeinsam mit den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal

„Eine Welt ohne Behinderung – Vision oder Alptraum?“ von Jan Cantow, Katrin Grüber (Hrsg.) hat 124 Seiten und kostet pro Exemplar 10,- Euro zzgl. 2,- Euro Versand, 2010
Bestellung bei: IMEW Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft gemeinnützigeGmbH.
Warschauer Str. 58A, 10243 Berlin, fax: +49 (030) 293817-80, E-mail: info@imew.de , www.imew.de 

   


Begabung und Behinderung

Praktische Hinweise für Erziehungs- und Schicksalsfragen

Autorin: Michaela Glöckler

Buchcover

Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart
166 Seiten, kartoniert
ISBN: 3-7725-1246-1

Verlagstext:
Wo liegen die Ursachen der scheinbar so ungerechten Verteilung von Begabungen und Behinderungen unter den Menschen? Welchen Anteil daran haben Vererbung, Erziehung, sozialer Umkreis und vor allem der davon betroffene Mensch selbst? Welche Schicksalsgegebenheiten liegen vor? Wie kann die Idee der Wiederverkörperung helfen, Selbstvertrauen, Lebenssicherheit und Menschenverständnis zu fördern? Was kann in Schule und Elternhaus geschehen, damit Kinder nicht nur eine möglichst vielseitige Förderung ihrer Anlagen erhalten, sondern auch lernen, mit ihren Hemmnissen und Behinderungen konstruktiv umzugehen?
Michaela Glöckler, Autorin der Kindersprechstunde und erfahrene Kinder- und Schulärztin, zeigt in ihrem Buch, dass nicht die Fähigkeiten und Mängel, die ein Mensch besitzt, seinen Charakter und Erfolg im Leben bestimmen, sondern vielmehr die Art und Weise, wie er gelernt hat, mit seinen Stärken und Schwächen umzugehen. Die Fähigkeit zur Selbsterziehung ist die entscheidende Begabung, durch die der Einzelne sich in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nicht nur halten, sondern auch ständig weiterentwickeln kann.
Aus dem Inhalt:
* Wie stellen sich Begabung und Behinderung in die individuelle Entwicklung hinein? Welche Probleme und Sinnfragen werden durch sie wach-gerufen?
* Wie gehen Eltern und Erzieher mit ihren eigenen Behinderungen und Begabungen zum Wohl des Kindes und Jugendlichen um?
Über die Autorin:
Dr. med. Michaela Glöckler, geboren 1946. Studium der Medizin in Tübingen und Marburg. Weiterbildung zur Kinderärztin am Gemeinschaftskrankenhaus in Her-decke und an der Universitäts-Kinderklinik in Bochum. Bis 1988 Mitarbeit in der Kinderambulanz am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, schulärztliche Tätigkeit in der Rudolf-Steiner-Schule inWitten. Seit 1988 Leitung der Medizinischen Sektion am Goetheanum.



Wo ist mein Zuhause?

Integration von Menschen mit geistiger Behinderung

Herausgeber: Alfred Heinrich

Buchcover

Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1997
396 Seiten, schw.-w. Fotos, gebunden.
ISBN: 3-7725-1606-8

Verlagstext:
Die Integration von Menschen mit geistiger Behinderung in das tägliche Leben - im Kindergarten und in der Schule, im Berufsleben und in den alltäglichen Wohnsituationen - ist eine große Herausforderung für die heutige Gesellschaft und eine Aufgabe, die bisher lediglich in Ansätzen geleistet ist. Die bloße Abschaffung von "Verwahranstalten" und Ghettostrukturen garantiert noch lange kein sinnvolles, menschenwürdiges Leben für behinderte Menschen. Wie aber können geglückte Formen von Integration aussehen? Welche Möglichkeiten und Chancen von Eingliederung gibt es, die den betroffenen Personen gerecht werden?
Die Beiträge dieses Sammelbandes -von betroffenen Eltern, Ärzten, Mitarbeitern der internationalen Camp- hill-Bewegung und Professoren verfaßt - machen den Leser mit verschiedenen Aspekten der Integration vertraut und zeigen ein breites Spektrum möglicher Gestaltungsformen für ein behindertengerechtes Leben. Sie schildern Integrationsversuche und Erfahrungsberichte aus Sicht der Eltern und erörtern anhand konkreter Fälle Probleme und Besonderheiten der Integration. Wichtige Gesichtspunkte sind die tatsächliche Lebensqualität der Betroffenen und die Frage nach angemessenen, erstrebenswerten Wohn- und Lebensstrukturen. So werden z.B. Vor- und Nachteile eines Lebens zu Hause oder im Heim und die Bedeutung der Dorfgemeinschaften dargestellt. Die gesellschaftskritischen Betrachtungen des Bandes (etwa über behindertenfeindliche Mentalitäten oder die problematische Arbeitsmarktsituation) zeigen den wichtigen übergeordneten Aspekt der Integration.
Aus dem Inhalt:
Menschen mit Behinderungen: Historische Entwicklung und aktuelle Debatte / Haben Menschen mit Behinderung eine Mission? / Die ersten Jahrzehnte der Integra-tionsbewegung / Zufall - Schicksal - Chance? Erfahrungen einer Mutter mit ihren behinderten Kindern / Mit Behinderung leben - aus der Sicht eines Vaters / Bettina - eine Last? Der Weg einer Mutter und ihrer behinderten Tochter / Integration im Kindergarten / Integration in der Schule / Lebensqualität bei Menschen mit geistiger Behinderung / 30 Jahre Integrationserfahrung in England / Fürsprache und Integration / Arbeit als Teil der Integration / Die Lebensgemeinschaft als Ort der Hilfe und Integration / Das Mädchen mit dem Holzbein / Väter behinderter Kinder.
Über den Autor:
Alfred Heinrich, geboren 1940 in Stuttgart, verheiratet, drei Kinder. Wirtschaftswissenschaftliches Studium in Bremen und Philadelphia, USA (MBA, Wharton School, University of Pennsylvania), Abschluß 1970. 20 Jahre internationale Marketing- und Management-Erfahrung in weltweit tätigen Großfirmen. 1986 Gründung einer eigenen Firma mit dem Ziel, innovative Produkte des täglichen Lebens zu entwickeln und zu vermarkten. Vater eines seelenpflegebedürftigen Sohnes (geboren 1967).



"... als Menschenleben gegen Sachwerte gewogen wurden"

Die Geschichte der Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache Mosbach/Schwarzacher Hof und ihrer Bewohner 1933-45

von Hans-Werner Scheuing

Buch-Umschlag

Universitätsverlag Winter, Heidelberg; 2., durchges, u.erw. Auflage 2004;
560 S., 150 s/w Abb.; geb.; ISBN 3-8253-1607-6; 25,00 EUR

Rezension:
"Wen können wir denn noch forttun?"
Die Anstalt Mosbach im Dritten Reich und die Euthanasie-Diskussion heute
Wie kam es dazu, dass behinderte und verhaltensauffällige Menschen im Dritten Reich zwangssterilisiert, systematisch vernachlässigt, gequält, zu medizinischen Versuchen missbraucht, misshandelt und getötet wurden? Wo lagen die Ursachen für diese Entwicklung? Wer befahl, wer machte mit, wer sah weg? Wie sah es damals in einer kirchlichen Anstalt aus? Der Theologe und Sonderpädagoge Hans-Werner Scheuing, seit 1976 Mitarbeiter des Schwarzacher Hofes der Johannes-Anstalten Mosbach, zeigt in seinem Buch über die Geschichte "seiner" Anstalt anhand vieler Einzelbeispiele, Quellen und Originalzitate von Zeitzeugen eindrucksvoll das unselige Zusammenspiel von gesellschaftlicher Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, Abbau des Sozialstaats, Überforderung des Pflegepersonals und Obrigkeitshörigkeit der Verantwortlichen in der Kirche, die die systematische Tötung erst möglich machte. Das 1997 erstmals veröffentlichte Buch ist 2004 nach erneuten Recherchen des Autors mit neuem Bild- und Textmaterial angereichert in zweiter Auflage erschienen.
Die 1880 gegründete Anstalt Mosbach / Schwarzacher Hof gehörte zum Verbund der Inneren Mission der evangelischen Kirche. Ihr Selbstverständnis war von christlichen Werten geprägt: jeder Mensch, ob behindert oder nicht, ist ein Geschöpf Gottes und als solches wertvoll, auch wenn es der Fürsorge bedarf. Finanziert wurde der Anstaltsbetrieb immer mehr durch den Staat. Nach 1933 übte das NS-Regime durch Abbau des Sozialstaats und Kriegsvorbereitung politischen Druck aus. So änderte sich - zunächst kaum merklich, dann immer deutlicher - in der Praxis die christliche Grundüberzeugung vom Wert des Lebens "an sich" und beugte sich der NS-Ideologie der Unterscheidung in lebenswertes und "lebensunwertes" Leben. Trotz mancher Bedenken wurden aufgrund des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" 61 Heimbewohner zwangssterilisiert. Unter dem Vorwand der Gesundheitsvorsorge wurden sie zur Operation vorübergehend in eine Klinik transportiert und wussten meist gar nicht, wie ihnen geschah. Den Schmerz, keine Kinder kriegen zu können, haben viele erst später erfahren. Aus finanziellen Günden nahm die Anstalt Mosbach überwiegend schwerbehinderte Menschen auf und isolierte diese in der "Blöden-Abteilung" am Schwarzacher Hof, wo viele den ganzen Tag bei minimaler Pflege und Zuwendung in einem großen Raum zusammengepfercht vor sich hin vegetierten. Erziehung, Unterricht und Gelegenheit zur Freizeitgestaltung erhielten nur noch diejenigen Bewohner, die als "bildungsfähig" bzw. "arbeitsfähig" galten.

Während des Krieges mussten die Bewohner Hunger leiden, das männliche Pflegepersonal wurde eingezogen. 1939/40 starben 11 Bewohner an Marasmus (Kräfteverfall). Aber es sollte noch schlimmer kommen: "Vom 13. bis 20. September [1940] wurden in drei Transporten insgesamt 218 Heimbewohner abgeholt, in die Vernichtungsanstalt Grafeneck verbracht und 217 dort ermordet. Davon kamen 167 vom Schwarzacher Hof und 51 aus der Anstalt Mosbach." In der Anstalt Grafeneck wurden 1940 etwa 10 000 Menschen durch Vergasen umgebracht. Ein Gebäude der dortigen Behindertenanstalt wurde zur Vergasungs- und Verbrennungsanstalt umfunktioniert.
Hans-Werner Scheuing rekonstruiert die Vorgänge um die "Todestransporte" am Beispiel der Anstalt Mosbach / Schwarzacher Hof so anschaulich, wie es im Nachhinein möglich ist. Er lässt Heimbewohner, Personal und den Anstaltsleiter zu Wort kommen. Er beschreibt die grauen Busse mit den abgedunkelten Fenstern, zeigt Transportlisten, Augenzeugenberichte und Fotos von einigen der Abtransportierten. So verliert das Unfassbare seine Anonymität und wird konkret nachvollziehbar. Befehlshaber der Transporte war die "Reichsarbeitsgemeinschaft Heil- und Pflegeanstalten" in Berlin, Tiergartenstraße 4. Daher kommt der Deckname "T4" für die deutschlandweite Vernichtungsaktion. Beim ersten der drei Transporte vom Schwarzacher Hof war der Anstaltsleiter Pfarrer Wilckens nicht einmal vor Ort, bei den anderen beiden versuchte er meist vergeblich, einzelne gelistete Kandidaten durch persönliche Intervention doch noch als "arbeitsfähig" freizubekommen oder durch weniger "Brauchbare" zu ersetzen. "Wen können wir denn noch forttun?", fragte er seine engsten Mitarbeiter verzweifelt. Scheuing weist nach: "Spätestens seit Mitte Juni 1940 wussten Kirche und Innere Mission in Baden Bescheid über den Massenmord an Heimbewohnern." Sie wehrten sich kaum. Auch nach den "Todestransporten" vom September 1940 ließ der politische Druck auf die Anstalt Mosbach nicht nach. Es herrschte Krieg, Geld und Personal wurden knapp, das Essen auch. Die Anstalt Mosbach zog sich auf den Schwarzacher Hof zurück. Von dort mussten 1944 weitere Bewohner verlegt werden, weil die großen Gebäude vom Rüstungskonzern Daimler-Benz für ein Betriebskrankenhaus beschlagnahmt wurden. 21 Kinder und Jugendliche wurden nach Eichberg bei Wiesbaden und 28 nach Uchtspringe bei Stendal gebracht. Diesmal fuhren die Kinder mit dem Zug, von Heimpersonal begleitet. Bei Kriegsende im Mai 1945 lebten nur noch fünf von diesen 49 ehemaligen Bewohnern des Schwarzacher Hofes. Der Rest (85 Bewohner) wurde auf drei kleine Nebengebäude des Schwarzacher Hofes, die "Restanstalt", verteilt. Scheuing schreibt: "Ohne die Einrichtung des Betriebskrankenhauses hätte es die Todestransporte von 1944 nicht gegeben."
Am 01.04.1945 besetzten die Amerikaner den Schwarzacher Hof. Ein Bericht der amerikanischen Militärregierung von 1947 schildert trostlose Zustände: "Alle Bewohner trugen Lumpen und ganz allgemein sah die Einrichtung aus wie ein Druck von Hogarth von Londons Irrenhäusern im 18. Jahrhundert."

Insgesamt fielen 262 Heimbewohner der Euthanasie zum Opfer. Davon wurden 217 vergast. 17 Kinder und Jugendliche des Schwarzacher Hofes kamen als Folge einer verbrecherischen medizinischen Forschung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg ums Leben.
Was ist ein Menschenleben wert? Scheuing ermahnt uns Heutige, nicht erneut "Menschenleben gegen Sachwerte aufzuwiegen". Der Abbau des Sozialstaats hatte zunächst kaum merkliche, dann immer deutlichere Folgen. Im neuen, zweiten Anhang erzählt er exemplarisch die Geschichte des getöteten Heimbewohners Fritz. Der Schriftsteller Hans Dieter Schmidt hat seine Erzählung "Der Schulkamerad" über ihn geschrieben. Schmidt mahnt: "Fritz ist im Dienst der Rassenlehre gestorben. Wenn man nicht aufpasst, dann passiert das wieder. Heute soll die Wissenschaft dazu dienen, dass solche Kinder gar nicht zustande kommen. Das ist es, was mir zusetzt."
Das Buch ist hervorragend geschrieben und schön ausgestattet, allerdings - als erweiterte Dissertation - mit seinen 543 Seiten sehr umfangreich geraten. Es ist ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte - und eine eindringliche Warnung, menschliches Leben nicht in "brauchbar" und "unbrauchbar" einzuteilen.
Dr. Tilmann Kleinau, Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte Baden-Württemberg


Von wegen Gene!

Über die Stärken von Behinderung und die Schwächen des Fortschritts

Herausgeber: Christian Trutschel / Heike Neumann

Buchcover

Königsfurt Verlag, Krummwisch 2001
ISBN 3-89875-000-0

Verlagstext:
Mit Beiträgen von Hanns-Dieter Hüsch, Erwin Aljukic ("Marienhof") und Marianne Buggenhagen, der mehrfachen Olympiasiegerin, deren zweites Leben mit dem Rollstuhl begann, sowie über die Freundschaft von Roger Willemsen mit dem genialen Pianisten Michel Petruciani.
Mit dem Porträt einer Familie, die sich bewußt für mehrere behinderte Kinder entschieden hat; u. v. a.
In der aktuellen Diskussion über die Gentechnik wird abermals die Frage nach sogenanntem unwerten Leben gestellt. Behinderte und Nichtbehinderte beziehen dazu Stellung. Sie erzählen über den Weg zu sich selbst und über Freundschaft und Lebenslust. Keine medizinische Forschung kann jegliches Leid verhindern. Wir brauchen keine Milliardenbeträge für gentechnische Irrwege, sondern Engagement und Investitionen für gesellschaftliche Verhältnisse, in denen es normal ist, verschieden zu sein.

 |  Seite per eMail  |  Kontakt  |  Impressum  |  © 2014 Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V.